Saibling

Der Saibling (Salvelinus) verspricht ein unvergessliches Geschmackserlebnis - befand schon der große französische Koch Auguste Escoffier in seinen Tagebuchaufzeichnungen, nachdem ihm der leckere Fisch einst in der Schweiz serviert wurde.

Sogar vom Adel wurde der zu den Lachsfischen, also Salmoniden, gehörende Saibling bevorzug verspeist - beispielsweise von König Maximilian II. von Bayern. Der vertraute bei seiner Entscheidung damals dem Geschick seines ersten Mundkochs Johann Rottenhöfer, der nicht nur göttlich kochte, sondern 1904 sein legendäres Kochbuch schrieb, das als das beste seiner Zeit galt

Der Süßwasserfisch geriet zeitweilig in Vergessenheit bzw. war so selten, dass man ihn kaum kaufen konnte und teilweise gar vom Aussterben bedroht. Doch derzeit erlebt der schmackhafte Fisch nach erfolgreicher Züchtung gerade eine wahre Renaissance.

Das zarte lachsartige Fleisch des Saiblings macht diesen Fisch zu einer begehrten Delikatesse, der zunehmend auf den Speisekarten edler Restaurants Einzug hält. Zudem ist der Fisch fettarm und reich an Eiweiß (20 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Fisch).

Dennoch wird der Saibling nie die Popularität der Verkaufsschlager Lachs, Hering, Forelle oder Makrele erreichen, was schlicht an der begrenzten Menge liegt, mit der er in den Handel gelangt. Saiblinge bevorzugen kristallklare, sauerstoffreiche und kühle - nahezu arktische - Gewässer, was ihre Aufzucht schwierig macht.

Generell wird unterschieden zwischen dem in europäischen Gewässern mittlerweile verbreiteten Bachsaibling (Salvelinus fontinalis), der im 19. Jahrhundert aus Nordamerika eingeführt wurde, und dem Seesaibling (Salvelinus alpinus), der sogar in Island, Skandinavien, Nordrussland oder Nordamerika seine Runden zieht.

Keine Unterschiede gibt es in der Zubereitung, denn der Saibling liebt es sanft. Schonend gedünstet, pochiert oder zart angebraten entfaltet sich das feine Aroma am besten.


Nährwerte des Saiblings (Durchschnittlicher Gehalt in 100g essbarem Anteil) sind:


Energie (kcal/kJ)103/433
Eiweiß20,7 g
Fett2,1 g
Cholesterin55 mg
Kalium 400 mg
Zink792 ug
Eisen891 ug

Saiblingskaviar - eine köstliche Rarität

Knackig frische Kügelchen, die im Mund zart zerplatzten und eine wahre Geschmacksexplosion entfachen - zumindest bei all jenen, die Kaviar lieben - zeigen eine andere Seite des Saiblings.

Er ist nämlich nicht nur herkömmlich zubereitet eine Delikatesse, sondern liefert auch wunderbaren Kaviar. Dies wird angesichts des bekannten Beluga - Kaviars jedoch leicht vergessen. Sicher ist die Exklusivität des Beluga - Kaviars einzigartig, und das schlägt sich natürlich auf den Preis nieder. An die 20 Jahre dauert es, ehe die weiblichen Belugastöre geschlechtsreif sind. Und so müssen Kaviarliebhaber 500 Euro und weitaus mehr für nur 100 Gramm des "schwarzen Goldes" zahlen.

Ebenso goldig - die Eier strahlen in verführerischem Goldorange - aber wesentlich günstiger kommt da der Saiblingskaviar daher, der schon ab 25 Euro pro 100 Gramm zu haben ist. Zwar verfügt der Saiblingskaviar nicht über ein ganz so intensives Aroma wie der teure Beluga, aber himmlischen Genuss bietet er noch immer.

Mit ein wenig Glück ergattern Sie ein Gläschen